http://www.vib-bw.de ist die URL eines Projekts zur Virtualisierung im Bildungsbereich. Bitte lesen Sie dort, was darunter verstanden werden soll.
Ziel ist, Alternativen zum Lernen im Hörsaal zu entwickeln.
Bei den bisher - zum Teil noch mit klassischen Informationsträgern - entwickelten Lernsystemen konnte man folgendes beobachten:
Vor 30 Jahren hieß das ensprechende Schlagwort Objektivierung des Unterrichts. Daß damals nichts daraus geworden ist, hat verschiedene Gründe.
Falsch ist es, den Mißerfolg der damaligen Anstrengungen damit zu begründen, daß zum Lernen stets Lehrer notwendig seien (Stichwort "Umgang mit dem Computer").
Bedenkenswert ist, daß für die im derzeitigen Bildungssystem Tätigen kein Anreiz besteht, den eigenen Unterrichtserfolg zu optimieren. Er wird ja nicht an externen Maßstäben gemessen. Mit den Noten bewertet der Lehrer überwiegend seine eigne Arbeit; die Noten kann er in weiten Grenzen manipulieren. Deshalb verteilen die besten Lehrer selten die besten Noten; sie stehen ihrer eigenen Arbeit und dem Können der Schüler kritischer gegenüber, weil sie nichts zudecken müssen.
Bis vor kurzem war die Verwendung von Medien im Unterricht mühsam.
Jedes Speichermedium verlangte ein anderes Wiedergabegerät. Heute
dient der Computer als (fast) universelles Wiedergabegerät, und die
Speichermedien sind preiswert. Könnte es
sein, daß die Schule besser würde, wenn Lernen in virtuellen
Bildungsumgebungen als Alternative zur Schule anerkannt würde,
beispielsweise durch ein Kreditsystem, wie es in Europa für den tertiären
Bereich im Werden ist.?