Gleichheit der Bildungschancen wird vom Grundgesetz gefordert - und in der Praxis millionenmal verletzt. Über die gravierendste Verletzung wird in der Öffentlichkeit meistens geschwiegen:
Die wichtigste Variablen sind bis in die Gegenwart - lang vor der individuellen Begabung - die Lehrerkonstellationen, denen das einzelne Kind ausgesetzt ist.
Manche Kinder haben das Glück, Lehrern in die Hand gegeben zu werden, die sich in ihre Kinder hineinversetzen und diese dadurch optimal fördern und zu einer guten Sozialisation beitragen können.
Viele Lehrer unterrichten indessen nicht Kinder sondern anonyme Klassen. Als Unterrichtsbeamte erfüllen sie ihre Pflichten ind einer Weise, die zum negativen Bild des Beamten in der Gesellschaft beiträgt. Ein Teil der Kinder, die solche Klassen besuchen müssen, behalten bleibende Schäden und ihre Anlagen werden nur zu einem geringen Teil entwickelt. Das wird daurch zugedeckt, daß die Lehrer ihren Unterrichtserfolg bei den Kindern selbst bewerten und dabei einen ungeheuer großen Spielraum für Manipulation haben - solange externe Kriterien wie zum Beispiel im Fall TIMSS keine Rolle spielen.
Kinder und ihre Eltern haben keine freie Wahl. Mit der Wahl der Wohnung wird die Bildungsgeschichte weitgehend bestimmt. Die zugewiesenen Lehrer entscheiden über
Die Monopolstellung der Schule gründet auf dem Vorurteil "Lernen ohne Lehrer ist nicht möglich". Es hält sich, obwohl wir heute ein phantastisches Gegenbeispiel kennen: Den Umgang mit dem Computer. Schon Grundschulkinder sind oftmals ihren Lehrern weit überlegen in der Nutzung des Computers. Gelernt haben sie durch Versuch und Irrtum am Objekt selbst sowie durch sozialen Austausch mit Gleichaltrigen oder Älteren. Computer haben so einen wichtigen Beitrag zur Sozialisation vieler Kinder und Jugendlichen geleistet. Auch die Erziehung zu "Sekundärtugenden" wie Sorgfalt kann nicht wegdiskutiert werden. Kinder lernen den Umgang mit dem Computer mit der gleichen Hartnäckigkeit wie Hauke Haien die Geometrie des Euklid.
Geometrie allein aus Euklid zu lernen ist eine harte Sache. Die Lernumgebung kann freundlicher gestaltet werden. Die Vorarbeiten dazu sind alle in den Siebzigerjahren gemacht werden. Ein Lernmedium, das Schule ersetzen kann, muß Mindestanforderungen erfüllen. Es braucht