Computer und Internet
Grundlagen für Bildungsmedien
 
Vorzeit Mündliche Überlieferung durch Weise Bindung an Ort und Person; singulär
Frühzeit Mündliche Überlieferung durch Weise
Handschriften
Handschriften können transportiert werden;
die Bindung an die Person ist aufgehoben
Nach der Erfindung des Buchdrucks Mündliche Überlieferung durch Weise
Handschriften
Gedruckte Medien
Information kann preiswert 
vervielfältigt werden
Film und Tonband Mündliche Überlieferung durch Weise
Handschriften
Gedruckte Medien
Audiovisuelle Medien (Multimedia)
Bewegte Bilder und Ton sind möglich;
Vervielfältigung einfach und preiswert;
Geräteaufwand erheblich
Computer und Internet Mündliche Überlieferung durch Weise
Handschriften
Gedruckte Medien
Audiovisuelle Medien (Multimedia)
Interaktivität
Multimedia und Interaktivität in einem Gerät
Information wird virtuell übertragen

Die Tabelle zeigt, wie sich der Zugang zu Bildungsinformation verändert hat. Zusätzlich muß man die Entwicklung der Preise beobachten:
 


Speicherplatz wird immer billiger und "kleiner"

1975 8-Zoll-Diskette   80 kB 80.- DM 1 DM/kB

1985 5-Zoll-Diskette  360 kB 36.- DM 0,1 DM/ kB

1995 3,5-Zoll-Diskette  1,4 MB      1.- DM 0,0007 DM/kB

2000 5-Zoll-CD-ROM 650 MB    1.- DM 0,0000015 DM/kB
 

Die heutige Organisation der Institution Schule hat sich gegenüber Platons Akademie noch kaum verändert. Nicht einmal die Erfindung des Buchdrucks wird bei der Organisation des Lernens ganz ausgeschöpft. Die Nachschrift hat im Unterricht der allgemeinbildenden und der Hochschulen immer noch ihren festen Platz.

Wer heute ohne Vorprägung Erziehung und Lernen neu organisieren dürfte, würde das nicht über Schulen und Hochschulen versuchen. Angemessen wären

Im Vor- und Grundschulalter würden Eltern oder Lehrer gebraucht, um für den Gebrauch der Medien zu erziehen, ab der Sekundarstufe wäre Lernberatung die Aufgabe des Lehrers, im Hochschulbereich würde die heute schon zu beobachtende Trennung von Lehre und Forschung verstärkt. Auch da würde Lernberatung gebraucht. Im neuen System würden viele unfruchtbare Auseinandersetzungen zwischen Lehrern und Schülern wegfallen; sie würden vielmehr gemeinsam ihre Kraft auf die Bewältigung des Stoffs verwenden können. Utopien einer schönen neuen Welt?

Wer aus dem Internet lernt, erhält dafür gegenwärtig keinerlei Berechtigungen. Solche sind aber die Voraussetzung zur Schaffung von Alternativen zum klassischen Lernen in der Schule.